<![CDATA[TEMPO 30 ABER SICHER - Aktuelles]]>Thu, 04 Mar 2021 17:54:22 +0100Weebly<![CDATA[falsche Informationen im Flugblatt der Gegner]]>Mon, 01 Mar 2021 20:02:32 GMThttp://www.tempo30abersicher.ch/aktuelles/falsche-informationen-im-flugblatt-der-gegnerUnser Komitee „Pro Tempo 30 für mehr Wohnqualität“ fühlt sich verpflichtet, folgende falsche Informationen im Flugblatt der Gegner von Tempo 30 richtig zu stellen. 

Zu den gemessenen Geschwindigkeiten nennen die Gegner eine Durchschnitts-geschwindigkeit von 33,9 km/h, was falsch ist. Auf diese Zahl kamen sie, indem sie die gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten auf den einzelnen Quartierstrassen, welche in der Gemeindebroschüre erwähnt werden, zusammenzählen und durch die Anzahl Messorten teilen. Ein „Schildbürgerstreich“, der ausser Acht lässt, dass bei den meisten Messorten die durchschnittlich erfassten Geschwindigkeiten weit über 40 km/h lagen und es Spitzen bis zu 71 km/h gab.

Ein weiteres wichtiges Sicherheitsdefizit, das die Gegner*innen nicht erwähnen, sind die vorgeschriebenen Sichtzonen bei Kreuzungen und Einmündungen: Sie müssten bei Tempo 50 rund 50 m (Einmündung) bzw. 40 m (Rechtsvortritt) betragen. Bei Tempo 30 betragen diese Sichtzonen nur noch 25 m bzw. 20 m. Diese Distanzen sind heute in den meisten Fällen bereist eingehalten. 

Die Gegner sprechen von 10 Unfällen. Gemäss den Zahlen, die der Gemeinderat bei der zuständigen Fachstelle angefordert hat, haben sich tatsächlich 13 Unfälle ereignet. Zudem verschweigen die Gegner, dass bei diesen Unfällen 3 Personen leicht und 2 Personen schwer verletzt wurden, darunter war auch ein Kind. Die Äusserungen der Gegner zu den Konsequenzen von Tempo 30 entbehren jeder Grundlage: Es wird kein einziger Fussgängerstreifen aufgehoben. Davon gibt es übrigens nur einen im Quartier (Maiweg) und dieser bleibt. Die Fussgängerstreifen bei den Abzweigungen von der Landstrassen liegen ausserhalb der geplanten Zone Tempo 30 und sind ebenfalls nicht betroffen. Rechtsvortritt gibt es bereits an vielen Stellen im Quartier, das Verkehrsregime ändert also kaum.

Und hier noch weitere Facts für Tempo 30:

In unserem Dorf hat von 2010 bis 2020 die Bevölkerung um 14,1% und die Anzahl Personenwagen um 19.1 % zugenommen. Mit Tempo 30 lässt sich das Verkehrsaufkommen nicht steuern, aber die Wahrscheinlichkeit eines Unfalles stark reduzieren. Auf eine Zeitdauer von 10 Jahren gesehen kostet die Einführung von Tempo 30 mit den wiederkehrende Folgekosten Fr. 21‘000.- im Jahr. Die Kosten auch nur einer verletzten Person liegen schnell einmal höher! Zudem: Höchstmögliche Sicherheit, Verbesserung der Wohnqualität und eine starke Lärmreduktion sollte uns dieser Betrag wert sein.

​Danke für Ihr JA zu Tempo 30. 
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<![CDATA[Faktencheck der Argumente]]>Thu, 18 Feb 2021 03:28:34 GMThttp://www.tempo30abersicher.ch/aktuelles/faktencheck-der-argumenteBild
Unser Komitee präsentiert weitere Fakten und einige Richtigstellungen zur Abstimmung vom 7. März 2021 für die Einführung von Tempo 30 auf allen Quartierstrassen: 


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Wie hat sich in unserem Dorf die Bevölkerung und ihre Mobilität in den letzten 10 Jahren entwickelt? 1)
Am 31.12.2010 betrug die Bevölkerung 3264 Personen, seit dem 31.12.2020 sind es 3`723 Personen. Die Zunahme von 460 Personen ergibt ein Bevölkerungswachstum von 14,1%. In der gleichen Zeitspanne nahmen in unserem Dorf die Personenfahrzeuge von 1‘740 auf 2'073 zu. Die zusätzlichen 333 Fahrzeuge sind ein Anstieg um 19.1 %.

Wie wirken sich Geschwindigkeit und Sichtzone auf die Sicherheit aus? 2)
Die Gegner nennen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,9 km/h, was falsch ist. Auf diese Zahl kamen sie, indem sie die gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten auf den einzelnen Quartierstrassen, welche in der Gemeindebroschüre erwähnt werden, zusammenzählen und durch die Anzahl Messorten teilen. Ein „Schildbürger-streich“, der ausser Acht lässt, dass bei den meisten Messorten die durchschnittlich erfassten Geschwindigkeiten weit über 40 km/h lagen und es Spitzen bis zu 71 km/h gab. Genau diese Ausreisser sind die wahre Gefahr und verursachen Angst, wenn man als Fussgänger*in oder Velofahrer*in unterwegs ist. 
Ein weiteres wichtiges Sicherheitsdefizit, das die Gegner*innen nicht erwähnen, sind die vorgeschriebenen Sicht-zonen bei Kreuzungen und Einmündungen: sie müssten bei Tempo 50 rund 50 m (Einmündung) bzw. 40 m (Rechtsvortritt) betragen. Das ist nicht durchsetzbar, weil dies die privaten Grundeigentümer stark einschränken und auch das Ortsbild verändern würde. Mit Tempo 30 betragen die oben erwähnten Sichtzonen nur noch 25 m bzw. 20 m und diese Distanzen sind heute in den meisten Fällen bereist eingehalten. 

Unfallstatistik 2)
Die Gegner reden von 10 Unfällen. Gemäss den Zahlen, die der Gemeinderat bei der zuständigen Fachstelle angefordert hat, haben sich tatsächlich 13 Unfälle ereignet. Zudem verschweigen die Gegner, dass bei diesen Unfällen 3 Personen leicht und 2 Personen schwer verletzt wurden, darunter war auch ein Kind. Weiter ist zu beachten, dass in der Statistik die nicht polizeilich registrierten Unfälle sowie die Beinahe-Unfälle nicht enthalten sind. 

Vernünftige Fahrweise  2)
Die Messungen ergaben, dass 50% der Autofahrer*innen Tempo 30 bei weitem überschreiten. 2) Das Beispiel Masken tragen während der Pandemie hat gezeigt: die Leute halten Regeln erst verbindlich ein, wenn sie rechtskräftig sind. Das ist bei der Tempo-Limite ebenso. Dies konnte in einer Studie belegt werden: Hierbei fuhren mehr Verkehrsteilnehmer langsamer, wenn die Geschwindigkeit limitiert war. 3)

Notwenige Massnahmen und Begegnungszone  2) 
Vorgesehen sind lediglich Signalisationen sowie Markierungen und die Durchfahrt, auch mit breiten Fahrzeugen, ist immer gewährleistet. Die von den Gegner beschriebenen Konsequenzen bei Tempo 30 entbehren jeder Grundlage: Es wird kein einziger Fussgängerstreifen aufgehoben. Davon gibt es übrigens nur einen im Quartier (Maiweg) und  der bleibt. Die Fussgängerstreifen bei den Abzweigungen von der Landstrassen liegen ausserhalb der geplanten Zone Tempo-30 und sind ebenfalls nicht betroffen. Rechtsvortritt gibt es bereits an vielen Orten im Quartier, das Verkehrsregime ändert also kaum.
Wenn Tempo 30 abgelehnt wird, kann die im Schulhausbereich vorgesehene und für Eltern, Schulkinder und eine breite Bevölkerung überaus sinnvolle Begegnungszone nicht umgesetzt werden.

Wie verhält es sich genau mit den Kosten?   2)
Ein Betrag von Fr. 25‘000.- musste für das vom Kanton verlangte Fachgutachten aufgewendet werden. Die Kosten  für die gesetzlich notwendigen Signale, Markierungen und Nachkontrollen betragen Fr. 170’00.-. Der Kanton ist für die Landstrasse zuständig, weil es eine Kantonstrasse ist. Daher ist es keine Lösung, dass die Gemeinde Geld in die Erhöhung der Sicherheit auf der Landstrasse statt in Tempo 30 steckt.  Auf eine Zeitdauer von 10 Jahren berechnet beträgt die „Amortisation“ Fr. 17‘000.- und die jährlichen Folgekosten Fr. 4‘000.-,  total also Fr. 21‘000.- im Jahr. Höchstmögliche Sicherheit, Verbesserung der Wohnqualität und eine starke Lärmreduktion sollte uns dieser Betrag wert sein! Zudem sind die Kosten einer schwer verletzten Person schnell einmal höher als die gesamten Kosten von Tempo 30.    

​Komitee «Pro Tempo 30 für mehr Wohnqualität“  
Antonia Grimm, Elisabeth Burgener, Monica Armesto, Urs Zuber, Stefan Oswald, Hannes Erb und Melanie Jenni

Quellen:
1) Gemeinde Gipf-Oberfrick: Entwicklung Einwohnerzahl und Aargauische Kantonalbank: Aargauer Zahlen 2020
2) Abstimmungstext Gemeinderat und www.gipf-oberfrick.ch/tempo30
3) 
Hansen G, Garrick NW, Ivan NJ, Jonsson Th. Variation in Free Flow Speed due to Roadway Type and Roadside Einvironment. In: TRB 2007 Annual Meeting CD-ROM. Washington DC: TRB; 2007


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<![CDATA[Abstimmung findet an der Urne statt]]>Fri, 01 Jan 2021 09:00:00 GMThttp://www.tempo30abersicher.ch/aktuelles/abstimmung-findet-an-der-urne-stattBild
Vor gut einem Jahr konnten wir die Petition für Tempo 30 in Gipf-Oberfrick mit stolzen 571 Unterschriften dem Gemeinderat übergeben. Wir möchten allen, die ihre Unterschrift gegeben haben ganz herzlich danken.

Aufgrund der  Corona-Pandemie hat der Gemeinderat nun beschlossen, die Bevölkerung zur Einführung von Tempo 30 auf allen Quartierstrassen am 7. März 2021 direkt an der Urne abstimmen zu lassen. Dieser Entscheid ist dann definitiv und kann nicht angefochten werden. 


Die Befürworter und Gegner konnten bis Ende 2020 dem Gemeinderat ihre Argumente für die Abstimmungsbroschüre abgeben. Unser Komitee hat diesen Beitrag geleistet und wir bereiten nun die Abstimmungskampagne vor. 

Unser Komitee fühlt sich nach der breiten Unterstützung aus der Bevölkerung verpflichtet, die Mehrheit der Stimmberechtigten mit einer gezielten Kampagne von einem 

JA FÜR TEMPO 30

zu überzeugen. Wahrscheinlich ist dies wieder für lange Zeit die letzte Möglichkeit, in unserem Dorf das Tempo 30  auf allen Quartierstrassen einzuführen!

Deshalb ist es sehr wichtig, dass all jene, die für Tempo 30 auf unseren Quartierstrassen sind, sich an der Abstimmung beteiligen. Die hohe Zahl an Unterschriften, die für die Petition gesammelt werden konnten, zeigt, dass eine Mehrheit der Dorfbewohner für die Einführung dieser kostengünstigen Massnahme zur Erhöhung der Wohnqualität und Sicherheit in unserem Dorf sind.

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